Erste Heilige Wassertaufe in neuerbauter Kirche

Jacob Hartling ist der erste Täufling im neuen Gemeindezentrum

Fast ein Jahr hat es nach der Weihe der neuen Kirche in Annaberg-Buchholz gedauert, bis der neue Taufstock zum Einsatz kam.

Umso größer war die Freude, dass am 19.08.2018 die erste Taufe im Rahmen des Sonntaggottesdienstes stattfinden konnte.

Vanessa und Dominic Hartling ließen ihren Sohn Jacob taufen.

Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Hebräer 10,23-25:

"Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat;

und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken

und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht."

Der Vorsteher der Gemeinde, Bezirksevangelist Arnd Melzer, sprach in seiner Predigt davon, dass es eine große Freude sei, in einem Gottesdienst das Sakrament der Heiligen Wassertaufe zu erleben. Die Heilige Wassertaufe füge den Getauften in den Leib Christi ein. Es ist ein erster Schritt auf dem Weg zum Heil.

In heutiger Zeit kann die Frage aufkommen, wozu es gut sein soll, als Christ zu leben.

Eine der möglichen Antworten liefere der Hebräerbrief: Christen können Hoffnung haben auf eine Zukunft bei und mit Gott.  

Daher sei es eine gute Empfehlung aus dem Bibelwort, einander Aufmerksamkeit zu schenken, sich gegenseitig zu guten Werken zu ermuntern und in jeder Lebenslage zu ermutigen, am Bekenntnis der Hoffnung festzuhalten.

Priester Frank Ronneberger ergänzte in seinem Predigtbeitrag, dass jede einzelne Seele bei Gott wertvoll ist.

Wenn der kleine Täufling heute zum Altar getragen werde, so kann er das Geschehen sicher noch nicht in der Form erfassen, wie es Erwachsene tun. Die Eltern übernehmen die Verantwortung.

Dennoch wirkt die Taufe für das Kind.

Der Kinderchor bereitete mit dem speziellen Lied "Gemeinsam unterwegs" die Taufhandlung vor.

In seiner Ansprache gab der Vorsteher den Eltern die drei "l" mit auf den Weg:

lieben,

leiten,

loslassen.

Wenn es gelinge, das Kind stets zu lieben, es in seiner Entwicklung zu leiten und letztlich auch in die Selbstständigkeit los zu lassen, könne sich der kleine Jacob gut entwickeln und den Segen Gottes auf sich ziehen.