Apostel Bimberg in Wiesa

Apostel Gerald Bimberg besuchte die Erzgebirgsgemeinde, beauftragte einen neuen Vorsteher und verabschiedete Priester Bach in den Ruhestand.

Für die Wiesaer Glaubensgeschwister war es ein ganz besonderer Tag. In Begleitung von Bischof Matthes und allen Bezirksämtern besuchte Apostel Bimberg an diesem nebligen, kalten Novembermorgen die Gemeinde im oberen Zschopautal des Erzgebirges.

Dem Gottesdienst legte er das Bibelwort Kolosser 1, 12.13 zugrunde:

„Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes.“

Der Apostel äußerte sich kurz zur Gemeindechronik – vor 80 Jahren waren die ersten Gläubigen in Wiesa versiegelt worden – in dem Sinne, dass man die Zukunft stets offen lassen muss. Es gibt nur eine Gewissheit: Der Herr kommt.

Im HEUTE zu handeln für das MORGEN betrifft alle Bereiche des Lebens.

Der Kirchenvater Augustinus sagte, dass für die Seele jede Zeit ihre Gegenwart hat. Die Vergangenheit ist die Erinnerung, die Gegenwart ist angefüllt mit Handeln und die Zukunft ist Hoffnung.

Viele haben Sorge um das Irdische, das allein sollte aber nicht Mittelpunkt des Lebens sein.

Gott hat seine Tür nie zugemacht, und durch seine Gnade kann jeder Mensch zurückfinden ans Licht. Das Licht Gottes ist inwendig in jedem und sollte nach außen strahlen können.

Bischof Matthes sprach in seinem Predigtbeitrag davon, dass es ganz wichtig ist, das HEUTE zu nutzen – recht zu nutzen. Gott hat uns versetzt in das Reich seines Sohnes. In das Wesen und in die Art Jesu hineinzuwachsen ist ein fortlaufender Prozess.

Priester Wilfried Bach stand nun zu seinem letzten Predigtbeitrag am Altar. „Schön ist es, in die Gemeinde hinein zu blicken", sagte er. Mit eindringlichen Worten bekräftigte er noch einmal, das HEUTE zu nutzen für die Ewigkeit, um das Ziel des Glaubens zu erreichen und bei der Wiederkunft des Herrn Jesus dabei sein zu können.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und einer einfühlsamen musikalischen Darbietung des Chores bat Apostel Bimberg Priester Bach zu sich an den Altar. Alles, was uns im Leben begegnet, beginnt und hört auf, sagte er. Es war seit 1970 eine lange Zeit, angefüllt mit reichen Gaben – vor allem auf musikalischem Gebiet. Es ist viel Liebe ausgegossen worden, was in der Gemeinde auch zu spüren war. Einen Lohn könne er als Apostel nicht zahlen, dies liege allein beim lieben Gott. Ein besonderer Dank ging an die Familie des Priesters, die alles jahrelang mitgetragen und mitgestaltet hat. Mit liebevollen, bewegenden Worten verabschiedete der Apostel Priester Bach in den Ruhestand.

Nach dem plötzlichen Heimgangs des Vorstehers, Evangelist Gunter Langer, brauchte die Gemeinde nun auch einen neuen Vorsteher.

Deshalb wurde im Anschluss Priester Andreas Kreher, der seit dem Jahr 2000 bereits die Gemeinde Bärenstein betreut, nun zusätzlich die Gemeinde Wiesa durch den Apostel anvertraut.

SSR/ AK