Ruhesetzung von Vorsteher Wendrock

Apostel Bimberg verabschiedet den Vorsteher der ehemaligen Gemeinde Tannenberg in den verdienten Ruhestand.

Die Glaubensgeschwister von Tannenberg und Wiesa erwarten an diesem sonnigen Sonntagnachmittag im lichtdurchfluteten Kirchensaal gemeinsam den Beginn dieses besonderen Gottesdienstes. Ein kleines Musikensemble stimmt die Anwesenden auf das Ereignis ein.

Apostel Bimberg verwendet für diesen Gottesdienst das Bibelwort Psalm 42,12:

„Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“

Harren ist eine aktive Tätigkeit, also nicht passiv.

Es kann Zeiten im Leben geben, die betrübt und unruhig sind – vom Unwissen darüber gezeichnet, wie Dinge sich entwickeln. Zeiten, wo Gott hinterfragt wird. Es ist auch die Erfahrung möglich, dass man ihm nicht alles sagen muss, weil sich sowieso nichts ändert.

Aber: Harre auf Gott!

Besser ist es, nicht nach dem „Warum“ zu fragen, sondern die Frage so zu stellen: „Wieso muss ich das erleben“. Die Hoffnung aufbauen, dass Gott Hilfe ist in gegenseitiger Zuwendung von Angesicht zu Angesicht. Gott wendet sich dem Menschen zu und ist im Dialog mit ihm.

Hierbei können die eigenen Vorstellungen, wie Gott helfen soll, hinderlich sein. Man hat einen Plan fertig und braucht Gott dazu, diesen umzusetzen.

Der Blick auf die Aufgabe und das Ziel lässt manches ertragen. Hier sei das Beispiel von Jesu Leiden genannt. Das Ziel war die Erlösung der Menschen und dies hat ihm Kraft gegeben.
Sportler oder Musiker haben auch ein Ziel. Da sind Entbehrung, Mühe, Verzweiflung..., aber auch Durchhaltevermögen. Am Ende ist Dank und Lobgesang.

Mitunter ist man auch betrübt bei der Sicht in die Kirche. Der Standort Tannenberg wurde geschlossen. Die Geschwister bringen jedoch nun in die anderen Gemeinden neue belebende Impulse.

Nicht aufgeben – nicht verzweifeln – festhalten!
Am Ende wird der Dank bleiben.

Der Vorsteher von Tannenberg steht nun zu seinem letzten Predigtbeitrag am Altar:
Wie viele Wunder haben Menschen mit dem Herrn Jesu erlebt, aber welches Wunder ist es, dass Gott das Apostelamt gab. Es verkündigt Frieden und predigt Gutes.

Vorsteher Wendrock blickt nun auf viele Jahre mit Gott zurück – von Kindesbeinen an bis jetzt. Während der Familienbesuche hat er als junger Diakon das Beten gelernt. Bei bereits heimgegangenen Amtsbrüdern hat er das Predigen gelernt. Wie sagte ein erfahrener Amtsbruder zu ihm: „... erst einmal ,liebe Geschwister’ sagen, der ,Rest’ kommt und Gottes Wirken zulassen".
Vorsteher Wendrock drückt nun tiefe Dankbarkeit gegenüber seiner Familie und vor allem seiner Frau für die vielen Jahre Unterstützung aus.
Er schließt seinen letzten Predigtbeitrag mit den Worten:
„Lobet und danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewig.“

Mit herzlichen dankenden Worten für die vielen Jahre Mitarbeit im Werk des Herrn verabschiedet Apostel Bimberg Vorsteher Wendrock in den verdienten Ruhestand.

SSR