Apostel Bimberg diente in Annaberg-Buchholz sechs Gemeinden

Zum ersten Mal erlebten alle Kirchengemeinden des Sprengels Annaberg gemeinsam einen Apostel-Gottesdienst.

An diesem Sonntagmorgen fanden sich die Glaubensgeschwister aus den Gemeinden Annaberg-Buchholz, Bärenstein, Ehrenfriedersdorf, Neundorf, Schönfeld und Wiesa in der Annaberger Kirche ein, um gemeinsam einen Gottesdienst mit Apostel Bimberg zu erleben. Musikalisch wurde der Gottesdienst mit Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten aller sechs Gemeinden umrahmt. Der Chor stimmte mit dem Lied „Ich, der Herr von Erd und All“ (CB 388) die Besucher auf den Gottesdienst ein.

Apostel Bimberg legte dem Gottesdienst das Bibelwort Römer 8, 11 zugrunde:

„Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“

Zunächst ging der Apostel auf das Lied der Sänger ein. Der Refrain beginnt mit den Worten: „Ich bin hier Herr“. Gott hat gerufen und wir sind der Regung des Geistes gefolgt und zum Gottesdienst gekommen, so der Apostel. ER, der Herr ist über Himmel und Erde, will uns nun dienen.

Zusammenfassung des Gottesdienstes:

Ostern und Karfreitag gehören zusammen. Die Auferstehung war einzigartig, wurde noch nie erlebt, lag außerhalb menschlicher Erfahrung und ist mit Naturgesetzen nicht erklärbar. Sie ist nur mit dem Glauben fassbar.

Jesus hatte viele Bewunderer, solange er Wunder tat. Dann aber war er allein und von den Menschen verlassen bis hin zum Kreuz. Aber Gott war bei ihm. Auch wir fühlen uns manchmal verlassen, aber Gott ist immer da! Jesus tat Wohltaten bis zum Kreuz, trotz allem Schmerz, Leid und Enttäuschung. Geben wir das Göttliche weiter, egal was uns passiert. Jesus war gnädig und übte Vergebung in allen Lebenslagen.

Spötter lächeln über den Glaubensweg und fragen: „Was hast du davon?“ Den Gottlosen geht es im Irdischen oft besser als den Gläubigen. Aber am Ende des Gläubigen steht nicht Karfreitag mit Not, Angst und Leid, sondern die Herrlichkeit der Auferstehung. Leidensphasen kosten oft viel Kraft und erfordern Geduld. Der HERR gibt die Kraft zum Durchhalten.

Bezirksevangelist Schreiter unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Besonderheit dieses Gottesdienstes. Zwei Wochen nach Ostern erfährt das, was wichtig ist, noch einmal eine Vertiefung. Man sieht sich selbst oft in einem Spannungsfeld. Das Gute, was man tun wollte, hat man nicht getan und das, was man nicht tun wollte, das hat man getan. Man möchte schon gerne eine Brücke zum Nächsten bauen, Gott mehr vertrauen und gehorsam sein, aber es gelingt nicht immer.

Der Apostel leitet dann über zur Sündenvergebung und zum Heiligen Abendmahl. Vor der Abendmahlsfeier spendete der Apostel einem Kind aus der Gemeinde Annaberg das Sakrament der Heiligen Versiegelung, und nach der Abendmahlsfeier ordinierte er einen Priester für die Gemeinde Wiesa.

Es war der letzte Gottesdienst, den Apostel Bimberg während seiner aktiven Amtszeit im Sprengel Annaberg hielt.

SSR/ Fotos R.S.