Die neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland hatte bereits am 20. Oktober 2024 in einem Rundschreiben angekündigt, mit der Kampagne „Frieden ohne Ende“ am Weltfriedenstag 2025 (siehe u.a.: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/weltfriedenstag) einsichtbares Zeichen für den Frieden setzen zu wollen und die Gemeinden ermutigt, sich daran zu beteiligen.
Am 21.09.2025 wurden vom Morgen bis zum Abend Gottesdienste gefeiert, die per YouTube und IPTV übertragen wurden und viele Gemeinden vor Ort begingen den Weltfriedenstag auf besondere Weise.
Die neuapostolische Gemeinde Annaberg-Buchholz beteiligte sich auch an der Kampagne und feierte ein Friedensfest.
Hirte Linz leitete den Gottesdienst und legte seiner Predigt das Bibelwort aus Sach 8,19b zugrunde:
"Liebt Wahrheit und Frieden!"
In Sach 8,19 spricht Gott über die Bedeutung von Wahrheit und Frieden, die offensichtlich zusammengehören. Es sind Worte der Ermutigung und Hoffnung. Zur Wahrheit gehören auch Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Sie sind die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben. In unserer Zeit sind viele Menschen um Frieden bemüht: Frieden zwischen den Völkern, in der Gesellschaft, in den Familien, in den Gemeinden. Wahrer Frieden ist ein Geschenk Gottes. Er ist höher als alle Vernunft und soll unsere Herzen und Sinne bewahren und erfüllen (Phil 4,7). Deshalb sollten all diese Bemühungen auf Gott gerichtet sein.
Insgesamt hatte der Gottesdienst ein besonderes Gepräge. Die Gemeinde wurde vor dem Gottesdienst mit einer Lesung eingestimmt, zwei Konfirmanden und eine junge Glaubensschwester lasen im Gottesdienst Fürbitten für den Frieden, die musikalischen Beiträge sowie die Co-Predigt waren thematisch ausgerichtet und jeder am Gottesdienst Teilnehmende erhielt ein Armbändchen mit der Aufschrift: „Frieden beginnt bei dir – Trag ihn weiter.“ Im parallel zum Gottesdienst durchgeführten Unterricht bastelten die Kinder Friedenstauben.
Nach dem Gottesdienst blieb die Gemeinde noch zum Kirchenkaffee zusammen. Dafür hatten die Organisatoren aus den Vorschlägen für ein Friedensfest das Thema „Essen ist Frieden“ gewählt und boten frisch zubereitete Pfannkuchen (bei uns Eierkuchen genannt) an.
“Essen ist Frieden” ist ein bekanntes vietnamesisches Sprichwort. Die Geschichte so vieler Länder ist nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit von Kriegen und Naturkatastrophen geprägt. In solchen Situationen, waren Ideen gefragt, durch die man aus einfachen Zutaten in kurzer Zeit das Bestmögliche zaubern könnte, um die Familie zu ernähren und den Familienfrieden zu wahren. Das mag einer der Gründe sein, durch die der „Pfannkuchen“, damals ein Arme-Leute-Essen entstanden ist. Und diese einfache Mahlzeit ist international. Vom indischen Dosa, äthiopischen Injera über den vietnamesischen Bánh xèo bis hin zum österreichischen Kaiserschmarrn oder russischen Blini ging der Pfannkuchen um die Welt! Eine einfache Mahlzeit, die Menschen verbindet und Wohlbefinden sowie inneren Frieden schenkt.
Herzlichen Dank an alle, die dieses Friedensfest ermöglicht haben!
Neuapostolische Kirche